Ein Tag zu Ehren der Greenkeeper
ja, völlig richtig: Ohne Greenkeeping funktioniert kein Golfplatz.
Jede Golfsaison bringt ihre ganz eigenen Herausforderungen mit sich. In diesem Jahr sind wir nach einem für unsere Lage ungewöhnlich langen Winter gestartet – und das Frühjahr wechselte nahezu ohne Übergangsphase direkt in den Sommer.
Starke Trockenheit, gepaart mit mehr als 20 sehr heißen Tagen mit Temperaturen bis an die 40 °C, haben die Platzpflege über viele Wochen geprägt. Unser Fokus lag in dieser Zeit vor allem auf den Abschlägen, Vorgrüns und Grüns. Die Spielbahnen wurden selbstverständlich weiterhin gemäht, das verfügbare Wasser haben wir jedoch ganz bewusst und gezielt auf den wichtigen Funktionsflächen eingesetzt.
Automatische Beregnungssteuerung, zusätzliches Ausbringen von Wasser mit dem Fass und vor allem viel Handarbeit mit dem Wasserschlauch gehörten in diesem Sommer zum Alltag unseres Greenkeepings.
Insgesamt hatten wir in der Hauptsaison bis Ende August fast 400 Liter Niederschlag pro Quadratmeter weniger als im langjährigen Durchschnitt. Ende August kam dann endlich der lang ersehnte Regen – und innerhalb weniger Tage konnte man beobachten, wie der Platz Stück für Stück wieder grüner wurde.
Was uns das Jahr noch bereithält? Wir werden sehen. Denn genau das gehört zum Greenkeeping dazu: Arbeiten mit der Natur bedeutet auch, sich immer wieder auf neue Bedingungen einzustellen.
"Aus Leidenschaft fürs Grüne" - Die Leidenschaft für die Natur und handwerkliches Talent verknüpft mit einem Job in eher familiärer Atmosphäre, das ist Greenkeeping. Doch es ist auch viel mehr als nur Rasen mähen. Der Greenkeeper ist Gärtner, Mechaniker, Zimmerer, Landwirt und Naturschützer in einer Person. Das Arbeiten im Wechsel der Jahreszeiten in und mit der Natur gehört genauso zu den täglichen sehr vielfältigen Aufgaben, wie die Wartung der Maschinen, das Qualitätsmanagement und kaufmännische Aufgaben.
Die Ausbildung zum Greenkeeper geht über den Platzwart, den Greenkeeper bis hin zum Head-Greenkeeper. Daran anschließen kann man noch den Masterstudiengang "Angewandte Rasenwissenschaften". So stehen der persönlichen Entwicklung viele Türen offen. Basis für diesen Weg ist eine abgeschlossenen Ausbildung zum Landschaftsgärtner, Forstwirt, Mechaniker oder in einem anderen handwerklichen Beruf.
Austausch, Weiterbildung und voneinander lernen
Gerhard war und nun seit ein paar Jahren bin ich im Greenkeeperverband Bayern e.V. im Vorstand mit aktiv. Warum uns das wichtig ist?
Gerade für uns als Familienbetrieb sind der persönliche Kontakt und der Erfahrungsaustausch mit den Kollegen enorm wertvoll. Weiterbildungsangebote und Fachtagungen gemeinsam mit Greenkeepern, Industrie und Sportrasenbranche helfen uns dabei, auf die unterschiedlichsten Einflüsse zu reagieren, Entwicklungen richtig einzuschätzen und die Fortschritte der Branche zu nutzen, die für unseren Platz sinnvoll sind.
Greenkeeping ist unglaublich vielschichtig. Wenn alles gut läuft und der Platz perfekt dasteht, dann sind die Greenkeeper die Größten. Spielt die Natur jedoch einmal nicht mit und ist hier oder da etwas nicht ganz perfekt, ist manchmal auch schnell ein Schuldiger gefunden.
Doch so einfach ist es eben nicht.
Hinter einem Golfplatz stehen jeden Tag viele Entscheidungen, viel Fachwissen, Erfahrung, Handarbeit – und immer auch die Natur, die sich nicht vollständig planen oder steuern lässt.
Und eines steht für uns fest: Ohne unsere Greenkeeper Gerhard und Andreas Schimpf ginge auf unserem Golfplatz nichts.
Greenkeeping ist eine Wissenschaft für sich. Deshalb sagen wir heute, am Thank a Greenkeeper Day, einfach einmal:
DANKE für euren täglichen Einsatz. Danke für eure Leidenschaft fürs Grüne.
https://golfanlage-puschendorf.de/spielbetrieb/aktuell/890-tag-des-greenkeepers-3#sigProIdbe6dfee24d


